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58 Ost-West-Paare zeigen ihr "Doppelbett"

Birgit Sander, dpa
 
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Foto: dpa Der Fotograf Bernd Lasdin, das Ost-West-Paar Antje und Robert Bandemer aus dem Buch "Doppelbett" und die Textautorin Christine Stelzer (l-r) bei der Buchpräsentation in Neustrelitz.

Neubrandenburg/Schwerin. Wenn Ost- und Westdeutsche Tisch und Bett miteinander teilen, ist das 20 Jahre nach dem Fall der Mauer offensichtlich noch immer bemerkenswert. Die Neubrandenburger Journalistin Christine Stelzer und der Fotograf Bernd Lasdin füllen sogar einen ganzen Bildband mit deutsch-deutschen Paaren: "Doppelbett" heißt das 256 Seiten starke Buch, das in diesem Monat im Steffen Verlag Friedland erscheint und mit einer Ausstellung im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus am 28. Januar Premiere feiert. Danach soll es auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden, wie Verlagsleiter Jörn Runge ankündigt.   
 
Für Lasdin ist "Doppelbett" das achte Buch, in dem er Menschen unter soziologischen Gesichtspunkten porträtiert. Bisher waren es unter anderem Ostdeutsche, Jugendliche, zurückgekehrte Adlige, Sozialhilfeempfänger. Auch diesmal lässt der 58-Jährige die Porträtierten sich selbst inszenieren, zeigt die Paare in ihrer Wohnung, gewährt einen Blick auf die Einrichtung, stellt sie mit ihren Kindern, Katzen, Hunden vor. Wie gehabt geben die Porträtierten auch ein handschriftliches Zeugnis ab und beantworten die Frage: Was ist für Sie Deutschland?    Ganz neu an diesem Projekt gemeinsam mit Christine Stelzer ist der umfangreiche Textteil. Die Autorin stellt den Paaren jeweils zehn Fragen, zur Art und Weise des Kennenlernens, zum "Leben davor", zu Vorurteilen der Umgebung, zu Situationen mit dem Gedanken "Er/sie tickt einfach anders" und zu Ost-West-Konflikten. Davon möchten etwa Christina (37) und Roman F. (45) Oppermann aus Neubrandenburg gar nichts mehr hören. Das Ost-West-Thema sei in ihrer Beziehung so wenig existent wie in ihrem Freundeskreis, antwortet die Sozialarbeiterin aus Ostvorpommern. Ihr Mann, Hochschuldekan, aus dem Saarland stammend, reagiert nach eigenen Worten genervt auf das Thema. Er habe gleichermaßen Konflikte mit Wessis und Ossis und mache sich viel mehr Sorgen um das Nord-Süd-Gefälle.
 
Die Idee zu diesem Buch, ihrem ersten, hatte Stelzer vor knapp einem Jahr: "Ich dachte mir, eigentlich müsste man sich mit Ost- West-Paaren unterhalten, warum es bei ihnen im Kleinen funktioniert und im Großen und Ganzen nicht." Sie stellte Lasdin, mit dem sie viele Jahre in einer Zeitungsredaktion gearbeitet hat, ihre Idee vor. "Er ist sofort darauf angesprungen."
 

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